Wichtige Punkte, PRO/AM-Sieg und Blick auf die Meisterschaft – Nächster Lauf am Nürburgring

Der dritte Lauf der ADAC GT4 Germany in der Motorsport Arena Oschersleben war für AVIA W&S Motorsport ein anspruchsvolles Wochenende. Die Balance of Performance stellte das gesamte Porsche-Lager vor Herausforderungen und ließ das Team nie ganz in seinen Rhythmus finden. Dennoch maximierte AVIA W&S Motorsport das Mögliche, sammelte wichtige Punkte und steht in der Meisterschaftswertung nur einen Punkt hinter der Spitze. Es bleibt spannend.

Donnerstag – Umfangreiche Vorbereitung

Am Donnerstag absolvierte das Team drei Testsessions und sammelte eine Vielzahl an Kilometern. Die Fahrer nahmen wertvolle Erkenntnisse mit – trotz der Herausforderungen durch die Balance of Performance war die Vorbereitung ein wichtiger Schritt für das Wochenende.

Freitag – Freies Training

In den beiden freien Trainingseinheiten am Freitag sammelte das Team weitere Kilometer und bereitete sich gut auf Qualifying und Rennen vor. Die Ausgangslage war solide.

Qualifying 1 – Samstag

Das Qualifying verlief nicht ganz nach Wunsch, aber das Team war bereit. Der AVIA Porsche von Alon Gabbay und Maximilian Schreyer belegte den zehnten Klassen- und Gesamtrang. Die #31 von Lachlan Robinson und Denny Berndt fuhr auf den achten Klassen- und Gesamtrang. Die #32 von Tim Horrell und Hendrik Still holte die Klassenführung und belegte den 17. Gesamtrang. Die #33 von Frederic Zebis und Nicolas Guillaume belegte den elften Klassen- und Gesamtrang.

Rennen 1 – Gutes Rennen, bitterer Zwischenfall

Das erste Rennen verlief zunächst vielversprechend. Die #31 von Robinson und Berndt kämpfte sich auf den siebten Klassen- und Gesamtrang vor. Der AVIA Porsche schloss auf dem zehnten Klassen- und Gesamtrang ab, die #33 auf dem elften Klassen- und Gesamtrang.

Ein besonderer Wermutstropfen war der Zwischenfall mit der #32 von Horrell und Still: Das Fahrzeug wurde unverschuldet abgeschossen und im Kiesbett gestoppt – besonders ärgerlich, da die beiden involvierten Autos nicht einmal in derselben Klasse fuhren. Hendrik Still wurde aus dem Kiesbett befreit und konnte das Rennen zu Ende fahren, rutschte dabei jedoch von Klassenplatz eins auf Platz zwei zurück. Trotzdem ein kämpferisches Ergebnis unter den gegebenen Umständen.

Qualifying 2 – Sonntag

Am Sonntag zeigte das Team eine Steigerung. Die #32 von Horrell und Still sicherte sich erneut die Klassenführung und belegte den fünften Gesamtrang – ein starkes Zeichen. Der AVIA Porsche fuhr auf den sechsten Klassenrang und siebten Gesamtrang, die #31 auf den neunten Klassenrang und zehnten Gesamtrang, die #33 auf den zehnten Klassenrang und elften Gesamtrang.

Rennen 2 – PRO/AM-Sieg und Regen

Das zweite Rennen brachte etwas Regen ins Spiel – und damit neue Möglichkeiten. Denny Berndt nutzte die Regenphase clever und gewann drei Positionen. Als sich das Feld durch eine Gelbphase wieder zusammenschob, verteidigte er seine Platzierung stark. Am Ende fuhr die #31 auf den sechsten Klassen- und Gesamtrang. Die #32 von Horrell und Still holte erneut den Klassensieg und belegte den neunten Gesamtrang – ein verdienter PRO/AM-Sieg für das Duo. Der AVIA Porsche mit Scheryer & Gabbay schloss auf dem neunten Klassenrang und zehnten Gesamtrang ab, die #33 auf dem elften Klassenrang und zwölften Gesamtrang.

Ergebnisübersicht

Fahrzeug Fahrer R1 Klasse / Overall R2 Klasse / Overall
#30 Gabbay / Schreyer P10 / P10 P9 / P10
#31 Robinson / Berndt P7 / P7 P6 / P6
#32 Horrell / Still P2 / P16 P1 / P9
#33 Zebis / Guillaume P11 / P11 P11 / P12

Stimmen zum Wochenende

Maximilian Schreyer (#30) blickte trotz allem positiv: „Ein Wochenende mit Höhen und Tiefen. Wir haben aber viele Punkte mitgenommen. Vielen Dank an AVIA W&S Motorsport.“

Denny Berndt (#31) freute sich über seine starke Leistung im Regen: „Ich konnte während des Regens gute drei Positionen gutmachen – durch eine Gelbphase kam das Feld wieder zusammen. Es hat Spaß gemacht und ich freue mich auf die nächsten Rennen.“

Tim Horrell (#32) zeigte sich gemischt zufrieden: „P1 in der PRO/AM-Wertung ist super. Im Gesamtergebnis hätte ich mir mehr erhofft, aber das ist Racing. Wir greifen am Nürburgring wieder an.“

Frederic Zebis (#33) sah eine persönliche Entwicklung: „Dieses Wochenende war für mich persönlich eine Verbesserung – meine Pace wurde Tag für Tag besser. Das gibt mir Vertrauen für den Nürburgring.“

Teamchef Daniel Schellhaas bilanzierte: „Es war ein schwieriges Wochenende – wir hatten das gesamte Wochenende keine Pace, und das galt für alle Porsche. Wir haben versucht, das Maximum herauszuholen und dabei viele wichtige Punkte gesammelt. In der Meisterschaftswertung stehen wir nur einen Punkt hinter der Spitze. Es bleibt sehr spannend – und wir freuen uns auf den Nürburgring.“

Nächster Lauf: Nürburgring – 14. bis 16. August