Pace an der Spitze, Klassensieg in Rennen 3 – ein Wochenende mit Licht und Schatten
Ofterdingen, 10.09.2026 – Ein bewegendes Wochenende für Maxmore W&S Motorsport beim vierten Lauf der China GT in Shanghai: Moritz Berrenberg teilte sich den #927 Porsche GT4 mit Enzo Trulli, dem Sohn der Formel-1-Legende Jarno Trulli.
Ein Wochenende im Schatten eines schweren Unfalls
Das Wochenende stand zunächst im Schatten eines schweren Unfalls im GT3-Rennen, bei dem Oliver Milroy in einen heftigen Einschlag verwickelt war und sein Fahrzeug sofort Feuer fing. Der beherzte Einsatz von Loek Hartog, der sich unter größtem persönlichem Risiko in das brennende Fahrzeug vorwagte und Milroy rettete, verhinderte eine Tragödie.
Solche Momente erinnern uns daran, dass wir trotz allem Wettbewerb auf der Strecke eine gemeinsame Rennsport-Familie sind.
Qualifying – P1 in der Klasse und P1 overall
Berrenberg und Trulli zeigten von Beginn an starke Leistungen. In Q1 sicherten sie sich P1 in der PROAM-Klasse sowie P1 overall – die perfekte Ausgangslage. In Q2 folgten P2 in der Klasse und P3 overall.

Rennen 1 – Pech trotz Spitzenposition
Enzo Trulli erwischte einen starken ersten Stint und übergab das Fahrzeug in Führung liegend an Berrenberg. Bereits auf der Auslaufrunde machte sich jedoch ein langsamer Reifendruckverlust bemerkbar, der einen ungeplanten Boxenstopp zum Reifenwechsel erzwang und das Duo weit zurückwarf. Kurz darauf brachte ein weiterer Unfall das Safety Car auf die Strecke, das den verbleibenden Renneinsatz auf nur drei Runden reduzierte.
Berrenberg kämpfte sich durch das Feld und erzielte zwei Überholmanöver – doch beim Versuch, ein weiteres Fahrzeug zu überholen, kam es zu einer Berührung, die die Lenkung beschädigte und das Rennen vorzeitig beendete.
Rennen 2 – Starke Aufholjagd auf P2
Mit einer Fünf-Plätze-Strafversetzung ins Rennen gestartet, kämpfte sich das Duo eindrucksvoll zurück. Eine Kollision direkt vor ihnen in Kurve 1 beim Start kostete weitere Positionen – doch Berrenberg arbeitete sich konsequent nach vorne und übergab das Fahrzeug auf P3 an Trulli.
Trulli steigerte sich sofort auf P2 und übernahm nach einem erneuten Safety-Car-Einsatz sogar kurzzeitig die Führung. Ein aggressiv verteidigendes Überrundungsfahrzeug drängte ihn jedoch von der Strecke, sodass das Duo schließlich P2 overall und P2 in der Klasse belegte.

Rennen 3 – Klassensieg verdient erkämpft
Trulli startete von der Pole Position und lieferte in der Anfangsphase intensive Duelle, bevor er eine Lücke herausarbeiten konnte – die erneut durch ein Safety Car neutralisiert wurde. Nach dem Boxenstopp übernahm Berrenberg das Steuer, setzte sich direkt hinter den Führenden und schnappte sich zwei Runden später die Spitze. Ein aufkommender Reifenverschleiß erforderte in der Folge behutsames Reifenmanagement.
Kurz vor Schluss musste er den führenden Pro-Fahrer passieren lassen und verlor die Gesamtführung. Ein zusätzlicher Dämpfer: Die Zielflagge wurde Berrenberg eine Runde zu früh gezeigt, was ihn zu einem unnötigen Abbremsen veranlasste und eine weitere Gesamtposition kostete. Am Ende stand dennoch ein verdienter P3 overall und P1 in der Klasse.

Ergebnisübersicht
#927 (Berrenberg/Trulli) – Q1: P1 Klasse / P1 overall | Q2: P2 Klasse / P3 overall
Rennen 1 – DNF | Rennen 2 – P2 Klasse / P2 overall | Rennen 3 – P1 Klasse / P3 overall
Stimme zum Wochenende
Moritz Berrenberg: „Es war ein hartes Wochenende mit vielen Rückschlägen, aber auch mit echten Highlights. Der Unfall von Oliver Milroy hat uns alle erschüttert – umso mehr Respekt an Loek Hartog für seinen mutigen Einsatz. Sportlich haben wir gezeigt, dass wir das Tempo haben, um ganz vorne mitzufahren. Es hat großen Spaß gemacht, das Auto mit Enzo zu teilen – ich habe von ihm neue Techniken gelernt und war beeindruckt, wie präzise und smooth er fährt. Wir nehmen die Lehren aus diesem Wochenende mit und kommen stärker zurück.“




















