Zwei Klassensiege und starke Teamleistung – W&S Motorsport schreibt Geschichte

W&S Motorsport hat beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring eine der beeindruckendsten Leistungen der Teamgeschichte abgeliefert. Zwei Klassensiege, ein dritter Klassenplatz sowie einen 5. Platz – vier Fahrzeuge im Ziel – und eine Woche voller Herausforderungen, die das gesamte Team an seine Grenzen brachte und darüber hinaus. Die Grüne Hölle hatte in diesem Jahr wirklich alles zu bieten.

Ein Wochenende wie kein anderes

Das Wetter machte dem Team von Beginn an das Leben schwer. Regen, Schnee, Graupel und Sonnenschein – manchmal innerhalb weniger Stunden – stellten die Reifenwahl vor extreme Herausforderungen und forderten von Fahrern und Ingenieuren permanente Aufmerksamkeit und Flexibilität.

Doch bereits vor dem Startschuss des Rennens hatte W&S Motorsport mehr durchgemacht als manch ein Team in einer ganzen Saison.

Mittwoch – Adenauer Racing Day

Zum ersten Mal nahm W&S Motorsport am Adenauer Racing Day teil – und die Atmosphäre war trotz schlechten Wetters schlichtweg beeindruckend. Zahlreiche Fans, großartige Stimmung und ein Event, das dem gesamten Team noch einmal deutlich gemacht hat, warum das 24h-Rennen so besonders ist.

Donnerstag – Getriebeschaden beim Massivhaus Porsche #164

Der erste Rückschlag ließ nicht lange auf sich warten: Der Massivhaus Porsche #164 erlitt einen Getriebeschaden. Doch das Team ließ sich nicht beirren – in einer Nachtschicht wurde das Getriebe repariert und das Fahrzeug rechtzeitig wieder fit gemacht. Eine beeindruckende Leistung, die zeigt, was in diesem Team steckt.

Freitag – Pole Position und zwei lange Nächte

Das Qualifying hielt sowohl einen Höhepunkt als auch den nächsten Rückschlag bereit. Der CMS Porsche #962 holte trotz eines technischen Defekts im Getriebe die Pole Position in der Cup3-Klasse – ein außergewöhnliches Qualifying. Als Vorjahressieger in der Cup3-Klasse stellte das Team damit erneut die Weichen für einen weiteren Erfolg. Doch das Getriebe musste getauscht werden. Da bereits das Ersatzgetriebe vom Donnerstag verbaut war, stand das Team vor einem großen Problem. Alle haben zusammen gehalten und Porsche hat ein neues Getriebe um 23 Uhr direkt vom Werk in Stuttgart ins Fahrerlager einfahren lassen. Das Team arbeitete die zweite Nacht in Folge – noch bevor das eigentliche Rennen überhaupt begonnen hatte.

Ebenfalls im 3 Qualifying ereignete sich ein Einschlag des BMW M2 #899 im Bereich Flugplatz. Das Fahrzeug war zwar reparierbar, doch nach eingehender Analyse aller Beteiligten kamen das Team & die Fahrer gemeinsam zu dem Endschluss, dass die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einsatz nicht gegeben waren. Wir werden das Projekt auch nach dem 24h Rennen nicht weiter fortsetzten

Samstag – Das Rennen

Das 24h-Rennen startete und W&S Motorsport war bereit. Früh im Rennen hatte der Massivhaus Porsche #164 mit einem Defekt an der Lambdasonde zu kämpfen, der den Topspeed um 15 bis 20 km/h reduzierte. Das Team reagierte schnell, behob das Problem und schickte das Fahrzeug zurück auf die Strecke.

Was folgte, waren viele Stunden voller Konzentration, Teamarbeit und Leidenschaft. Keine schweren Unfälle, nur kleine Schäden – das Team arbeitete präzise, fokussiert und immer mit dem Ziel vor Augen, alle Fahrzeuge sicher ins Ziel zu bringen. Und die Fans? Die Stimmung rund um die Nordschleife war schlichtweg unvergesslich. Mit über 382.000 Zuschauern verwandelte sich der Nürburgring einmal mehr in ein einzigartiges Festival.

Das Ergebnis

Nach einigen umkämpften Runden stand ein Ergebnis, das die gesamte Vorwoche mehr als rechtfertigt:

Der CMS Porsche #962 mit Moritz Oberheim, Lorenz Stegmann, Philip Miemois und Niclas Wiedmann holte als Vorjahressieger erneut den Klassensieg in der Cup3-PRO-Wertung und belegte den 26. Gesamtrang.

Der Häberle Porsche #961 mit Marius Rauer, Michal Makeš, Zhen Dong Zhang und Chao Lu rundete das herausragende Teamresultat mit einem starken dritten Klassenplatz in der Cup3-PRO-Wertung und Gesamtrang 31ab – ein Klassenpodium für gleich zwei W&S-Fahrzeuge.

Der CK Porsche #982 mit Christoph Krombach, Oliver Kunz, Axel Duffner und Leo-Livius Arne Weber feierte den Klassensieg in der Cup3-AM-Wertung mit einem Vorsprung von 2:46 Minuten auf den Zweiten und belegte Gesamtrang 34. Bemerkenswert: Das gesamte AM-Podium beendete das Rennen in derselben Rennrunde – ein Zeichen, wie eng und hart umkämpft diese Klasse war.

Der Massivhaus Porsche #164 mit Stephan Brodmerkel, Constantin Schöll, Jürgen Vöhringer und Hendrik Still zeigte trotz aller technischen Rückschläge zu Beginn der Woche eine kämpferische Leistung über 24 Stunden. Mit dem fünften Klassenplatz in der SP10-ProAm-Wertung und Gesamtrang 44 brachte die Besatzung das Fahrzeug verdient ins Ziel – eine starke Teamleistung nach einer aufreibenden Woche.

Stimmen zum Wochenende

Lorenz Stegmann (#962) strahlte: „Das war ein herausforderndes 24-Stunden-Rennen mit schwer vorhersagbaren Wetterbedingungen und guter Konkurrenz – aber wir freuen uns sehr, dass wir erneut die Klasse gewinnen konnten. Mit so vielen Fahrzeugen in einem Feld zu fahren war turbulent, aber die Kulisse war mega.“

Moritz Oberheim (#962) war überwältigt: „Das Team ist einfach der Hammer. Alle haben an einem Strang gezogen, zusammengehalten und sich gegenseitig ergänzt. Danke an CMS und das gesamte Team – das Auto war perfekt vorbereitet.“

Marius Rauer (#961) blickte stolz zurück: „Mein zweites 24h-Rennen und wir haben P3 eingefahren. Ich bin super zufrieden. Es hat riesigen Spaß gemacht – das Teamwork war hervorragend und ich habe mich mit meinen Teamkollegen von Anfang an super verstanden.“

Oliver Kunz (#982) konnte es kaum glauben: „Das war mein erstes 24-Stunden-Rennen – und das direkt mit einem Klassensieg zu krönen ist sensationell. Unser Ziel war es, die Ziellinie zu erreichen. Dass wir das sogar mit einem Sieg geschafft haben, macht uns überglücklich.“

Christoph Krombach (#982) ergänzte: „Was für ein Mega-Wochenende. Wir haben den Klassensieg eingefahren, wir können es noch gar nicht glauben. Damit haben wir nicht gerechnet, aber wir sind sehr natürlich super glücklich“

Michal Makeš (#961) fasste es treffend zusammen: „Am Anfang der Woche haben wir es nicht für möglich gehalten, am Ende P3 einzufahren. Ich bin super happy – und super müde. Aber das ist das 24h-Rennen.“

Hendrik Still (#164) „Die 24h Nürburgring waren für uns als Team ein intensives und gleichzeitig unglaublich besonderes Wochenende. Über die komplette Distanz haben alle einen starken Job gemacht und bis zum Schluss gekämpft. Mit dem Ergebnis können wir definitiv zufrieden sein. Danke a das gesamte Team, unsere Partner und natürlich die Fans entlang der Strecke für die Unterstützung während des ganzen Wochenendes.“

Teamchef Daniel Schellhaas bilanzierte: „Mega Job der Fahrer, immer fokussiert, wenig Fehler gemacht. Das Team hat hervorragend funktioniert – von der ersten Nachtschicht bis zur Zielflagge. Ein riesiger Dank gilt allen Sponsoren und Partnern, die uns auf unserem Weg unterstützen.“