Klassensieg für #30 in Rennen 1, technische Rückschläge und Pech in Rennen 2 – Blick nach vorne auf Zandvoort
Der vierte Lauf der GT4 European Series in Misano war für W&S Motorsport ein durchwachsenes Wochenende – und das kam nicht überraschend. Extreme Hitze in Italien stellt den Porsche GT4 vor bekannte Herausforderungen, und so kämpften Fahrer, Team und Material an ihre Grenzen. Dennoch zeigte das Team Kampfgeist über das gesamte Wochenende und nimmt mit dem Blick fest auf Zandvoort gerichtet wichtige Erkenntnisse mit.
Vorbereitung – Testfahrten und Unwetter
Am Donnerstag nutzte das Team die Gelegenheit für einen Testtag auf dem Misano World Circuit. Am Abend sorgte ein heftiges Unwetter für Dramatik im Fahrerlager. Am Freitag folgten zwei weitere Testsessions, in denen das Team die Fahrzeuge auf die Rennen vorbereitete.
Qualifying
In Q1 zeigte die #27 von Daniel Nilsson und Edvin Hellsten eine solide Leistung und belegte den dritten Klassenrang und zwölften Gesamtrang. Die #30 von Daniel Blickle und Max Kronberg sicherte sich den zweiten Klassenplatz und Gesamtrang 35. Für die #31 von Tim Horrell und Alon Gabbay stand der 13. Klassenrang und 31. Gesamtrang zu Buche. Die #32 von Joachim Bölting und Hendrik Still fuhr auf den sechsten Klassenrang und 17. Gesamtrang.
In Q2 drehte die #30 nochmals auf und holte die Klassenführung sowie Gesamtrang 27 – die beste Ausgangslage im Team. Die #27 belegte den 14. Klassenrang und 35. Gesamtrang, die #31 den 12. Klassenrang und 33. Gesamtrang, die #32 den 11. Klassenrang und 32. Gesamtrang.
Rennen 1 – Klassensieg für die #30, Rückschläge für andere
Im ersten Rennen setzte die #30 von Blickle und Kronberg ein starkes Ausrufezeichen: Das Duo fuhr einen überzeugenden Klassensieg in der AM-Wertung und belegte den 19. Gesamtrang – eine hervorragende Leistung bei den schwierigen Bedingungen.
Die #32 von Bölting und Still belegte den fünften Klassenrang und 21. Gesamtrang. Die #31 von Horrell und Gabbay kämpfte mit ABS-Problemen und schloss das Rennen auf dem zehnten Klassenrang und 29. Gesamtrang ab. Für die #27 von Nilsson und Hellsten endete das Rennen unverschuldet durch eine Berührung – das Duo musste abstellen.
Rennen 2 – Bitter bis zur letzten Runde
Das zweite Rennen hielt erneut Höhen und Tiefen bereit. Die #27 von Nilsson und Hellsten zeigte eine eindrucksvolle Reaktion und kämpfte sich auf den fünften Klassenrang und 17. Gesamtrang vor – das stärkste Ergebnis des Wochenendes für Nova Racing.
Die #30 von Blickle und Kronberg lieferte erneut eine starke Leistung und lag auf führender Position in der Klasse – bis in der vorletzten Runde ein Reifenschaden alles zunichte machte. Am Ende stand Klassenrang zwei und Gesamtrang 28. Ein bitteres Ende nach einer überzeugenden Fahrt.
Die #32 von Bölting und Still wurde im zweiten Rennen unverschuldet umgedreht und konnte anschließend durch Tracklimit-Strafen das Ergebnis nicht mehr verbessern. Für die #31 von Horrell und Gabbay endete das Rennen nach dem Boxenstopp abrupt: Das Auto lies sich nicht mehr starten – DNF.
Ergebnisübersicht
| Fahrzeug | Fahrer | R1 Klasse / Overall | R2 Klasse / Overall |
| #27 | Nilsson / Hellsten | DNF | P5 / P17 |
| #30 | Blickle / Kronberg | P1 / P19 | P2 / P28 |
| #31 | Horrell / Gabbay | P10 / P29 | DNF |
| #32 | Bölting / Still | P5 / P21 | P6 / P20 |
Stimmen zum Wochenende
Edvin Hellsten (#27) blickte mit gemischten Gefühlen zurück: „Rennen 1 war nicht so toll – aber dafür Rennen 2 umso mehr. Es hat richtig Spaß gemacht, wir hatten einige tolle Kämpfe.“
Tim Horrell (#31): „Wir hatten mal wieder kein Glück. Es war hart – durch einen Kontakt mit einem anderen Auto stimmte das gesamte Setup nicht mehr. Nach dem Boxenstopp sprang das Auto dann nicht mehr an. Aber wir bleiben positiv.“
Max Kronberg (#30) haderte mit dem Pech im zweiten Rennen: „Rennen 2 war wirklich super – und kurz vor dem Ziel kam dann der Reifenschaden. Das schmerzt, aber die Pace war da.“
Teamchef Daniel Schellhaas bilanzierte: „Schon wieder extreme Hitze – Fahrer, Team und Material sind an ihre Grenzen gekommen. Wir haben uns gut durchgekämpft und hatten zusätzlich viel mit Tracklimits zu kämpfen. In Zandvoort greifen wir wieder an.“
Nächster Lauf: Circuit Zandvoort – 18. bis 20. September












