Zwei Rennen an einem Wochenende: Platz zwei am Samstag, Sieg in der Cup 3 am Sonntag – und eine Reparatur, die das Wochenende rettete
Ofterdingen, 16.09.2026 – Nur einmal pro Saison fährt die Nürburgring Langstrecken-Serie nicht allein am Samstag, sondern auch am Sonntag – und in diesen Doubleheader ging W&S Motorsport mit vier Fahrzeugen. Am Samstag stand ein zweiter Platz in der Cup 3 zu Buche, am Sonntag folgte im Regen der Klassensieg. Dazwischen lag eine Reparatur, die das Team in anderthalb Stunden stemmte.
NLS 8 – 65. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen
Das erste der beiden Vier-Stunden-Rennen lief für den Häberle-Porsche #961 nach Plan. Marius Rauer, Michal Makeš und Toby Goodman fuhren über 25 Runden ein konstantes Rennen und beendeten den Lauf auf dem zweiten Platz der Cup 3.
In der SP10 kam der Das-Massivhaus-Porsche #164 von Stephan Brodmerkel, Constantin Schöll und Tobias Poschik auf den vierten Klassenrang. Für Poschik war es das erste Rennwochenende in diesem Fahrzeug auf der Nordschleife. Der CK-Porsche #982 von Christoph Krombach, Oliver Kunz und Lion Düker belegte Rang 13 in der Cup 3.
Deutlich mehr Arbeit machte der CMS-Porsche #962. Bereits im Zeittraining wurde das Fahrzeug bei einer Kollision erheblich beschädigt – nach nur einer gefahrenen Runde, die für den zweiten Platz der Cup 3 reichte, war die Session für Lorenz Stegmann und Moritz Oberheim beendet. Die Mannschaft reparierte den Porsche in rund anderthalb Stunden und brachte ihn rechtzeitig zum Rennen an den Start. Am Ende stand Platz 18 in der Cup 3 – und damit Punkte, die im Meisterschaftskampf zählen.

NLS 9 – 66. ADAC ACAS Cup
Der Sonntag brachte wechselhafte Bedingungen: Einsetzender Regen machte die Reifenwahl zum Glücksspiel, in den Schlussrunden stand das Wasser auf der Nordschleife stellenweise auf der Strecke.
Genau hier spielte der CMS-Porsche #962 seine Stärken aus. Stegmann und Oberheim brachten den am Vortag reparierten Porsche über 24 Runden fehlerfrei durch und gewannen die Cup 3 – der Lohn für die Arbeit vom Vortag. In der Gesamtwertung reichte es zu einem herausragenden 16. Rang.
Der CK-Porsche #982 kam auf den 14. Platz der Cup 3. Der Wetterumschwung erwischte das Trio zum ungünstigsten Zeitpunkt: Ausgerechnet auf einer Outlap setzte der stärkste Regen ein und kostete einige Positionen. In der Schlussphase arbeitete sich das Fahrzeug wieder nach vorne.
Für den Häberle-Porsche #961 lief der Sonntag nicht nach Wunsch. Eine Kollision mit anschließender Reparatur und eine Zeitstrafe warfen das Trio zurück, am Ende stand Rang 15 in der Cup 3 – wichtige Punkte im Meisterschaftskampf gingen damit verloren. Der Das-Massivhaus-Porsche #164 kam auf den achten Platz der SP10. Tobias Poschik übernahm den Start von Position acht und lag in seinem Stint zwischenzeitlich auf Rang drei, bevor die letzten Runden seines Stints bei einsetzendem Regen auf Slicks zur Herausforderung wurden.

Meisterschaft – Cup 3 bleibt offen
In der Teamwertung der Porsche Endurance Trophy Nürburgring (Cup 3) liegt der CMS-Porsche #962 mit 91,5 Punkten auf dem zweiten Rang, 17,5 Zähler hinter dem Führenden. Der Häberle-Porsche #961 folgt mit 67,5 Punkten auf Platz vier, der CK-Porsche #982 steht mit 40,5 Punkten auf Rang elf und in der AM-Wertung auf Platz vier – vor dem Wochenende lag er dort noch an der Spitze, und genau dorthin soll er zurück. Beim Saisonfinale sind damit noch mehrere Positionen in Reichweite.

Ergebnisübersicht – NLS 8
#164 (Das Massivhaus) – Brodmerkel / Schöll / Poschik – P4 SP10
#961 (Häberle) – Rauer / Makeš / Goodman – P2 Cup 3
#962 (CMS) – Stegmann / Oberheim – P18 Cup 3
#982 (CK-Modelcars) – Krombach / Kunz / Düker – P13 Cup 3
Ergebnisübersicht – NLS 9
#164 (Das Massivhaus) – Brodmerkel / Schöll / Poschik – P8 SP10
#961 (Häberle) – Rauer / Makeš / Goodman – P15 Cup 3
#962 (CMS) – Stegmann / Oberheim – P1 Cup 3
#982 (CK-Modelcars) – Krombach / Kunz / Düker – P14 Cup 3
Stimmen zum Wochenende
Teamchef Patrick Wagner: „Ein schwieriges Wochenende. Am Samstag hatten wir mit dem CMS-Porsche einen größeren Schaden, den die Jungs in anderthalb Stunden repariert haben – danach sind wir ohne Probleme durchgefahren und haben noch Punkte mitgenommen. Am Sonntag dann der Sieg mit genau diesem Auto, das war die Belohnung. Der Häberle-Porsche war am Samstag mit Platz zwei stark, am Sonntag hat uns eine Kollision mit anschließender Reparatur zurückgeworfen und wichtige Punkte gekostet.“
Teammanager Axel Randolph: „Die NLS ist körperlich brutal – Freitagnachmittag geht es los, Samstag und Sonntag stehen wir um sieben Uhr an der Box. Umso mehr freut mich, dass wir technisch das ganze Wochenende völlig problemlos durchgekommen sind. Der Sieg am Sonntag ist die Belohnung für eine Mannschaft, die hier drei Tage lang richtig abgeliefert hat.“
Marius Rauer (#961): „Am Samstag lief es sehr gut, wir sind als Zweite ins Ziel gekommen. Am Sonntag war ich bei einem Überholmanöver zu optimistisch, die Strafe war verdient. Trotzdem nehmen wir Punkte mit und wollen im letzten Rennen noch den dritten Platz in der Meisterschaft angreifen.“
Lion Düker (#982): „Für uns war es ein schwieriges Rennen. Die Startphase lief unter kniffligen Bedingungen, dann setzte der Regen ein. Ich habe das Auto übernommen und konnte etwas aufholen, doch ausgerechnet auf meiner Outlap kam der stärkste Regen – das hat uns einige Plätze gekostet. Oliver hat am Ende noch einen richtig guten Job gemacht.“
Tobias Poschik (#164): „Für mich war es das erste Mal im Regen auf der Nordschleife und das erste Mal in diesem Auto. Am Samstag habe ich sehr viel gelernt, am Sonntag konnte ich das umsetzen: Ich habe den Start übernommen und war in meinem Stint zeitweise auf Platz drei. Die letzten Runden waren trotz Slicks im Regen – sehr anspruchsvoll, aber es hat riesig Spaß gemacht. Danke an Constantin, Stephan und das ganze Team.“
Nächster Lauf: 2. NLS Sportwarte-Trophy – 10. Oktober 2026



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