Doppelpole für AVIA W&S Motorsport, Platz drei für Berndt/Robinson, Klassensieg für Horrell/Still – der zweite Lauf fiel aus
Ofterdingen, 16.09.2026 – Vor 53.200 Zuschauern hat die ADAC GT4 Germany am Sachsenring ihr vorletztes Rennwochenende ausgetragen – für AVIA W&S Motorsport mit einem abrupten Ende. Mit vier Porsche 718 Cayman GT4 RS CS reiste das Team als Tabellenführer an. Am Samstag standen ein Podestplatz, ein Klassensieg und die Doppelpole für den Sonntag zu Buche, ehe der zweite Lauf abgesagt wurde.
Qualifying – Doppelpole für den Sonntag
Im ersten Qualifying am Samstagmorgen fehlten Robinson und Berndt mit 1:25,904 Minuten nur 0,167 Sekunden auf die Bestzeit – Startplatz vier. Die #30 folgte auf Rang sechs, die #33 auf Rang 16 und damit auf Platz drei der Rookie-Wertung. Horrell und Still holten sich in der #32 die Klassenbestzeit im PRO-AM Cup.
Im zweiten Qualifying setzte das Team das Ausrufezeichen des Wochenendes: Denny Berndt umrundete den 3,645 Kilometer langen Kurs in 1:25,911 Minuten und sicherte sich die Pole Position. Hendrik Still folgte in der #32 mit 1:25,970 Minuten als Zweitschnellster im gesamten Feld – eine Doppelpole für AVIA W&S Motorsport. Die #30 stand auf Rang neun, die #33 auf Rang zwölf und erneut auf Platz drei der Rookie-Wertung.

Rennen 1 – Podium für die #31, Klassensieg für die #32
Bei trockenen Bedingungen ging es am Samstagnachmittag über 33 Runden. Lachlan Robinson verlor in der Startphase einige Plätze, kämpfte sich bis zum Boxenstopp aber wieder nach vorne. Nach dem Fahrerwechsel drehte Denny Berndt in der Schlussphase noch einmal auf und holte mit Platz drei das Podium.
Im PRO-AM Cup gewannen Tim Horrell und Hendrik Still in der #32 den Tagessieg. Beim Gesamtergebnis kostete die Strategie allerdings Zeit: Das Duo kam früh zum Fahrerwechsel an die Box, direkt im Anschluss neutralisierte eine Full-Course-Yellow-Phase das Feld. Am Ende stand Gesamtrang zwölf zu Buche.
Zebis und Guillaume beendeten das Rennen in der #33 auf dem 13. Gesamtrang. Auch sie verloren durch die Full-Course-Yellow-Phase entscheidend Zeit, nachdem sie sich zuvor mit guter Pace nach vorne gearbeitet hatten.
Bitter endete ein starkes Rennen der #30: Alon Gabbay und Maximilian Schreyer lagen auf Podiumskurs, ehe sie wenige Minuten vor Rennende ein Reifenschaden zum Stopp an der Box zwang. Statt eines Podestplatzes stand am Ende Gesamtrang 15 – ein Rückschlag für das Duo im Meisterschaftskampf und ein Verlust wertvoller Punkte für das Team in der Teamwertung.

Rennen 2 – Absage nach Streckenschäden
Der zweite Lauf am Sonntag konnte nicht ausgetragen werden. Beschädigte Randsteine der Streckenbegrenzung ließen sich bei einsetzendem Regen nicht kurzfristig sicher und fachgerecht instand setzen, sodass das Rennen aus Sicherheitsgründen abgesagt wurde. Für AVIA W&S Motorsport war das besonders bitter: Mit der #31 und der #32 hätte das Team die erste Startreihe besetzt. Der ADAC prüft, ob der Lauf im Rahmen des Saisonfinales auf dem Hockenheimring nachgeholt werden kann.

Meisterschaft – Titelverteidigung vor dem Showdown in Hockenheim
Seit dem Einstieg 2022 hat AVIA W&S Motorsport die Teamwertung der ADAC GT4 Germany dreimal in Folge gewonnen. Der vierte Titel in Serie bleibt auch nach dem Sachsenring in Reichweite: Mit 265 Punkten führt das Team die Wertung an, der Vorsprung auf den ersten Verfolger beträgt noch 13 Zähler. Auch in der Fahrerwertung liegen Berndt und Robinson vorn – nach dem Titelgewinn 2024 will das Team auch hier wieder ganz oben stehen. Vor dem Finale trennen die Top drei allerdings nur fünf Punkte.
Der Showdown steigt auf dem Hockenheimring – für den Rennstall aus dem schwäbischen Ofterdingen so etwas wie die Hausstrecke. Hockenheim ist die nächstgelegene Rennstrecke zum Firmensitz, und das Team blickt dort auf eine ganze Reihe erfolgreicher Rennen und Siege zurück.

Ergebnisübersicht – Rennen 1
#30 (Gabbay/Schreyer) – P15 Gesamt
#31 (Robinson/Berndt) – P3 Gesamt
#32 (Horrell/Still) – P12 Gesamt, Klassensieg PRO-AM Cup
#33 (Zebis/Guillaume) – P13 Gesamt
Startaufstellung Rennen 2: #31 von der Pole Position, #32 von Startplatz zwei. Das Rennen wurde abgesagt.
Stimmen zum Wochenende
Hendrik Still (#32): „Gestern der Sieg in der PRO-AM-Kategorie – an sich ein gutes, erfolgreiches Wochenende. Beim Gesamtergebnis hatten wir etwas Pech: Wir sind früh an die Box, was strategisch absolut Sinn gemacht hat, und direkt danach kam die Full Course Yellow. Das hat uns fast eine Runde gekostet. Heute dann mit der Doppelpole aus der ersten Startreihe – eine super Ausgangsposition. Die Absage ist sehr frustrierend, gerade weil der einsetzende Regen perfekte Bedingungen für uns gewesen wäre.“
Lachlan Robinson (#31): „Insgesamt ein gutes Wochenende, wir führen die Meisterschaft weiter an. Schade, dass wir Rennen 2 von der Pole Position aus nicht fahren konnten. Trotzdem nehmen wir viel Schwung mit nach Hockenheim.“
Nicolas Guillaume (#33): „Wir wussten vorher, dass es schwieriger wird, weil ich keinen Test absolvieren konnte – das hat man im Qualifying deutlich gesehen. Im Rennen war die Pace dann gut und wir haben uns zurückgearbeitet. Nur die Full Course Yellow kam für uns zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt.“
Teamchef Daniel Schellhaas: „Das Wochenende geht leider traurig zu Ende. Wegen der Schäden an der Strecke konnten wir das letzte Rennen nicht bestreiten – wir wären von eins und zwei gestartet, daraus hätte ein richtig spannendes Rennen werden können. Trotzdem war es eine super Teamleistung. Alle Fahrer haben sich über das gesamte Wochenende gesteigert, wir hatten gute Resultate und ein Podium. Wir führen die Meisterschaft weiter an, wenn auch knapp. In Hockenheim geben wir bis zur letzten Runde alles.“
Nächster Lauf: Hockenheimring Baden-Württemberg – 09. bis 11. Oktober 2026


Schreibe einen Kommentar