Der Lauf der GT4 European Series in Spa-Francorchamps war für W&S Motorsport ein Wochenende der Extreme. Über 40 Grad Celsius, ein besonderes Nachtrennen im Rahmen des legendären 24h-Rennens und zweimal Podium für Blickle & Kronberg – Spa hatte alles zu bieten.

Dienstag – Früher Teststart

Das Wochenende begann für W&S Motorsport bereits früher als gewohnt. Schon am Dienstag rollten die Fahrzeuge erstmals auf den Asphalt von Spa – wertvolle Testkilometer, um sich auf das anspruchsvolle Wochenende vorzubereiten. Im Training hatte #30 (Kronberg/Blickle) mit einem Reifenplatzer zu kämpfen, der zudem die Bremsleitung beschädigte – das Team reparierte den Schaden jedoch schnell in der Boxengasse und war rechtzeitig wieder einsatzbereit.

Das besondere Rahmenprogramm

Als Teil des Rahmenprogramms des 24h-Rennens von Spa erlebte das Team ein ganz besonderes Format: Erstmals in dieser Saison stand ein Nachtrennen auf dem Programm – ein einmaliges Highlight, das dem Wochenende einen ganz eigenen Charakter verlieh.

Qualifying 1 – Solide Ausgangslage

Das erste Qualifying verlief für alle vier Fahrzeuge solide. Die Hitze – noch intensiver als zuletzt in Monza – stellte den Porsche vor echte Herausforderungen. Die Konkurrenz war stark, dennoch konnte sich das Team gut positionieren.

#32 (Bölting/Still) – P5 Klasse / P11 Overall
#27 (Nillson/Hellsten) – P14 Klasse / P31 Overall
#31 (Horrell/Gabbay) – P17 Klasse / P38 Overall
#30 (Kronberg/Blickle) – P2 Klasse / P41 Overall

Qualifying 2 – Starkes Zeichen von #30

Im zweiten Qualifying setzte #30 (Kronberg/Blickle) ein starkes Ausrufezeichen und sicherte sich P1 in der Klasse (P20 overall). Auch #32 (Bölting/Still) überzeugte erneut mit P13 in der Klasse (P33 overall). #31 (Horrell/Gabbay) reihte sich auf P12 in der Klasse (P32 overall) ein, während #27 (Nillson/Hellsten) P18 in der Klasse (P39 overall) belegte.

Rennen 1 – Nachtrennen unter wechselhaften Bedingungen

Das Nachtrennen hielt einige Überraschungen bereit. Mit einsetzendem Regen und Öl auf der Strecke wurden die Bedingungen anspruchsvoll. #31 (Horrell/Gabbay) musste das Rennen aufgrund eines Reifenschadens vorzeitig beenden. #30 (Kronberg/Blickle) schied ebenfalls aus. #32 (Bölting/Still) kämpfte mit zahlreichen Tracklimits, brachte das Fahrzeug aber solide ins Ziel. #27 (Nillson/Hellsten) von Nova Racing fand eine gute Balance und kam ebenfalls gut durch.

Rennen 2 – Doppelpodium und starke Teamleistung

Das zweite Rennen verlief für W&S Motorsport deutlich besser. Alle vier Fahrzeuge erreichten das Ziel. #30 (Kronberg/Blickle) krönte das Wochenende mit einem weiteren Klassensieg – P1 in der Klasse, P19 overall. #27 (Nillson/Hellsten) fuhr auf P7 in der Klasse (P18 overall), #32 (Bölting/Still) auf P10 in der Klasse (P24 overall), #31 (Horrell/Gabbay) auf P13 in der Klasse (P28 overall).

Ein besonderer Moment am Rande

Abseits der Strecke sorgte die Vorstellung des neuen Porsche 911 GT4 R für Begeisterung im Team. Die Erwartungen sind hoch – W&S Motorsport ist gespannt, was die Zukunft bringt.

Stimmen zum Wochenende

Daniel Blickle (#30 – Kronberg/Blickle):
„Das Wochenende war super. Insgesamt hatten wir mit dem Porsche aufgrund der hohen Temperaturen echt zu kämpfen. Wir sind von P43 auf P19 gefahren – und nach dem Unfall in Monza tut ein solcher Sieg wirklich gut.“

Edvin Hellsten / Daniel Nillson (#27 – Nova Racing):
„Ein gutes Wochenende – wir haben eine gute Balance gefunden. Das erste Rennen war wirklich schwierig: Regen, Nacht, Öl auf der Strecke. Aber Rennen 2 war super. Wenn es so weitergeht, wird es eine starke Saison.“

Joachim Bölting (#32 – Bölting/Still):
„Es war unglaublich heiß. Ich hatte zu viele Tracklimits, aber es war gut, nach dem Unfall in Monza wieder solide dabei zu sein. Misano wird genauso heiß werden – darauf bereiten wir uns vor.“

Tim Horrell (#31 – Horrell/Gabbay):
„Es war sehr schwer und hat nicht so funktioniert wie wir uns das vorgestellt hatten – aber wir haben alles gegeben. Das Team hat einen megaguten Job gemacht. Wir freuen uns auf Misano.“

Daniel Schellhaas – Teamchef W&S Motorsport:
„Ein herausforderndes Wochenende für uns alle. Team und Fahrer haben einen kühlen Kopf behalten – das war unter diesen Bedingungen nicht selbstverständlich. Wir sehen uns in Misano.“